Am 12. Juni machten sich die Rumpelwichte auf den Weg zu einem ganz besonderen Ausflug: Wir waren bei der Bergwacht zu Gast. Schon früh am Morgen trafen wir uns im Kindergarten und fuhren gemeinsam mit dem Stadtbus in die Innenstadt. Nach etwa 15 Minuten kamen wir bei der Bergwacht an – und wurden dort herzlich empfangen.



Ankommen, stärken und staunen
Als Erstes durften wir es uns im gemütlichen Kaminzimmer bequem machen und eine kleine Obstzeit genießen. Gut gestärkt starteten wir anschließend mit einer spannenden Wissensrunde. Gemeinsam sprachen wir darüber, wen und was die Bergwacht alles rettet.
Die Kinder erfuhren, dass sich die Bergwacht nicht nur um verunglückte Menschen kümmert, sondern auch um Tiere, den Schutz der Natur sowie um sichere Wege und Beschilderungen in den Bergen.
Ein kleines Quiz sorgte für große Augen: Wie viele Alpenblumen gibt es eigentlich? Und welche kennen wir schon?
Wir lernten, dass es unzählige Enzianarten gibt und insgesamt über 4.000 Pflanzen in den Alpen wachsen.
Drei Stationen – mittendrin im Rettungseinsatz
Danach teilten wir uns in drei Gruppen auf und erkundeten verschiedene Stationen. An der ersten Station ging es um den Bergesack. Hier wurde gezeigt, was passiert, wenn sich ein Mensch am Berg verletzt. Unsere „Verletzten“ – alle aus einer erfundenen Familie – hatten sich an der Hüfte wehgetan. Die Rumpelwichte kümmerten sich liebevoll um sie, sprachen Mut zu, wählten den Notruf und erlebten, wie die Bergretter die verletzte Person sichern und für den Abtransport vorbereiten. Ein sehr eindrucksvolles Erlebnis.

An der zweiten Station durften wir die Fahrzeuge der Bergwacht ganz genau anschauen. Mannschaftswagen, Rettungswagen und Quad sorgten für großes Staunen und viele Fragen.


Besonders spannend war die dritte Station: die Lawinenrettung. Mit einem Lawinensuchgerät folgten die Kinder dem Signal des Gegenstücks. Anschließend suchten wir ganz traditionell in einer Reihe mit langen Stangen nach der verschütteten Person. Vorsichtig wurde gepiekt und getastet – ein aufregendes Abenteuer, bei dem klar wurde, wie wichtig Teamarbeit ist und wie im Ernstfall Leben gerettet werden können.




Rückweg und ein wichtiger Gedanke zum Schluss
Nach einer gemeinsamen Brotzeit machten wir uns langsam auf den Rückweg. Der Stadtbus brachte uns zurück in den Kindergarten, wo die Eltern schon gespannt auf uns warteten. Ein rundum gelungener Vormittag – und ein toller Start in unsere Rettungswoche.
Uns ist aber noch etwas besonders wichtig: Die Bergwacht arbeitet ehrenamtlich. Alle Einsätze erfordern viel Zeit, Engagement sowie personelle und finanzielle Ressourcen. Man kann die Bergwacht durch Spenden unterstützen oder selbst Teil dieses wichtigen Teams werden.
Ein unfassbarer Einsatz, den wir nicht genug würdigen können.
Vielen Dank für diese wertvolle Arbeit und den unvergesslichen Vormittag!
Herzliche Grüße
Eure Rumpelwichte aus Marzoll
