Eine Nacht im Kindergarten

Auf diesen Tag hatten sich die Rumpelwichte schon lange gefreut. Um 17 Uhr trafen wir uns mit allen kleinen Übernachtungsgästen im Kindergarten. Die Aufregung war riesig – schließlich stand eine ganz besondere Nacht bevor. Damit unser Übernachtungsfest stattfinden konnte, verwandelten wir das Wurzelhaus in ein gemütliches Schlaflager. Der Raum wurde komplett ausgeräumt und mit Matten, Decken und weichen Fellen ausgelegt. Über 1.100 Lichter sorgten für eine warme, kuschelige Atmosphäre und ließen das Wurzelhaus in einem ganz besonderen Glanz erstrahlen.

Ein Schlafplatz zum Wohlfühlen

Nun durfte sich jedes Kind seinen Lieblingsplatz aussuchen. Schlafsäcke wurden ausgerollt, Kuscheltiere bekamen ihren Ehrenplatz und Taschenlampen lagen griffbereit. Langsam entstand ein großes, gemütliches Nachtlager.
In diesem Jahr trauten sich 31 Rumpelwichte, im Kindergarten zu übernachten. Für einige Kinder war es sogar die erste Nacht überhaupt ohne Mama und Papa. Das erfordert eine Menge Mut – und genau darauf sind wir unglaublich stolz. Jedes einzelne Kind hat an diesem Abend gezeigt, wie viel Vertrauen, Offenheit und Courage in ihm steckt.

Ein Abend voller gemeinsamer Erlebnisse

Bevor es Zeit zum Schlafengehen war, wurde gespielt, gelacht und über das ganze Kindergartengelände getobt. Die Aufregung wollte schließlich erst einmal herausgelacht werden. Zum Abendessen wurde gemeinsam gegrillt. Anschließend wurden die Zähne geputzt und alle schlüpften in ihre Schlafanzüge. Im Wurzelhaus warteten noch zwei besondere Überraschungen: Rebecca und Andreas zauberten den Kindern leuchtende Tattoos auf den Arm, bevor Peter eine Geschichte von Hein Hansen erzählte. Danach las Rika die Gute-Nacht-Geschichte vor und nach und nach kehrte Ruhe ein. Ein Rumpelwicht nach dem anderen schlummerte friedlich ein.

Wenn der Kindergarten schläft

Die Nacht verlief wunderbar ruhig. Natürlich musste hier und da einmal eine Decke zurechtgezogen werden. Manche Kinder schnarchten leise, andere erzählten im Schlaf oder drehten sich quer durch den Schlafsack. Jeder hatte seine ganz eigene Art zu träumen. Diese stillen Stunden haben eine ganz besondere Atmosphäre. Es ist jedes Mal ein Geschenk, die Kinder in diesen ruhigen Momenten begleiten zu dürfen.

Bereits gegen 5:30 Uhr öffneten sich die ersten müden Augen. Nach und nach erwachte das Wurzelhaus zum Leben. Gemeinsam wurden Zähne geputzt, Schlafsäcke zusammengerollt und das Nachtlager wieder in einen gemütlichen Frühstücksraum verwandelt. Beim gemeinsamen Frühstück, zu dem alle etwas Leckeres mitgebracht hatten, ließen wir unser Übernachtungsfest entspannt ausklingen.

Ein Stück gewachsen

Nach dieser besonderen Nacht gingen die Rumpelwichte nicht nur mit schönen Erinnerungen nach Hause. Sie nahmen auch etwas viel Wertvolleres mit: das Gefühl, über sich hinausgewachsen zu sein. Ein kleines Stück selbstständiger, mutiger und stärker. Wir sind unglaublich stolz auf jedes einzelne Kind und dankbar für das Vertrauen, das uns die Familien entgegenbringen. Solche gemeinsamen Erlebnisse bleiben lange im Herzen – bei den Kindern genauso wie bei uns.

Herzliche Grüße
Eure Rumpelwichte aus Marzoll